• Der Mann aus dem Wald

    Bernard Pélissier im Porträt

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    Bei Bayer entwickelt Pélissier herbizidresistente Pflanzen. In seiner Freizeit ist er am liebsten in seinem eigenen Wald unterwegs.

Bernard Pélissier aus Lyon liebt die Natur und den Duft von frisch geschlagenem Holz. Der Wald ist ein wichtiger Teil seines Lebens. Für Bayer arbeitet er mit den verschiedenen Verfahren moderner Biotechnologie an In-vitro-Kulturen.

Meine private Leidenschaft gehört meinem Wald, den ich von meiner Mutter übernommen habe. Er ist etwa 70 Hektar groß und liegt in der Nähe von Bergerac im französichen Périgord. Ich liebe es, darin umherzustreifen, zu wandern und auszuruhen, nach Pilzen zu suchen oder für Ordnung zu sorgen. Nur jagen kann ich nicht. Ich bringe es nicht fertig, auf Tiere zu schießen. Meistens bin ich allein im Wald unterwegs. Ich genieße diese Tage, auch wenn mich manche Freunde vielleicht für etwas wunderlich halten und mich schmunzelnd „l’homme des bois“ nennen, den Mann aus dem Wald.

Pionier bei der Entwicklung herbizidresistenter Pflanzen

Auf meinem Areal steht auch ein altes Bauernhaus. Es hat keine moderne Heizung und im Winter gibt es nur eine Art zu heizen: Ich mache Feuer in den Kaminen und Öfen. Bis man sich ohne Jacke im Haus bewegen kann, dauert es zwei Tage. Dieses einfache Leben macht mir Freude, vielleicht auch deshalb, weil der Kontrast zu meinem modernen Arbeitsalltag kaum größer sein könnte.

Bei Bayer arbeite ich an In-vitro-Kulturen. Dabei geht es um genetische Veränderungen der Pflanzen – um jede Form moderner Biotechnologie. Ich forsche, damit Pflanzen widerstandsfähiger gegen biotische Stressfaktoren werden. In den 1990er-Jahren gehörte ich zu einem Team, von dem man sagt, dass wir Pioniere waren. Es gelang uns damals erstmals in Europa, eine Pflanze resistent gegen Herbizide zu machen. Später kümmerten wir uns um eine neue Sojabohnen-Art.

Mit Hilfe modernster Biotechnologie erschuf der Wissenschaftler Pélissier eine herbizid-restistente Pflanze.

Nach einem Tag im Wald belohne ich mich abends mit einem selbst gekochten Essen, am besten mit von mir gesammelten Pilzen.

Große Leidenschaft für seine Harley-Davidson

Natur beschäftigt mich schon seit meiner Kindheit. Ich wollte schon immer wissen, was um mich herum geschieht. Ich liebe auch das Leben auf dem Land. Ich mag es, auf meine Harley-Davidson zu steigen – es ist eine „Fatboy“, meine zweite große Leidenschaft – und quer durch Frankreich zu meinem Wald zu fahren.

Bernhard Pélissier auf seinem Balkon in Lyon, Frankreich.

Im Wald ist in jeder Jahreszeit großartig: Der Frühling, wenn es grünt. Der Herbst, wenn die Bäume aussehen wie ein großer Farbkasten. Der Winter, wenn es ganz leise und still ist. Nur den Sommer mag ich nicht immer, denn es kann sehr heiß sein. Ich liebe den Duft von frisch geschlagenem Holz, und wenn der Wald nach einem Regen dampft. Nach einem Tag im Wald gönne ich mir dann abends eine selbst gekochte Mahlzeit. Gerne mit Pilzen, die ich gefunden habe. So sieht für mich ein perfekter Tag aus.

Curriculum Vitae Dr. Bernard Pélissier

1954: geboren in Montpellier, Frankreich

1976: Biologie-Studium an der Universität von Toulouse, Frankreich

1984: Doktorarbeit über Pflanzenphysiologie und Phytopathologie

1985: Forschung an herbizidtoleranten Pflanzen bei Rhône Poulenc

1994: Gasthörer an der Ohio State University

1994: Mitarbeit im Team, das erstmals in Europa eine herbizidtolerante Nutzpflanze entwickelt

2008: Seine Forschergruppe gewinnt den Innovation Award von Bayers Division Crop Science für die Entwicklung einer herbizidresistenten Sojabohne

2016 - heute: Laborleiter für Biochemie/Biotechnologie bei Bayer Crop Science

3 FAKTEN ÜBER BERNARD PÉLISSIER

Pélissier wollte ursprünglich Koch werden.
Seine größte Leidenschaft: die Forstwirtschaft.
Pélissiers spirituelles Vorbild ist der amerikanische Philosoph Henry David Thoreau.
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