• Kleine Wissenschaftler – große Neugier

    In den Baylab-Schülerlaboren Forschung hautnah erleben

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    Rund um die Welt begeistern sich Kinder für Naturwissenschaften. In den Bayer-Schülerlaboren „Baylab“ können sie Theorien selbst prüfen und unter fachkundiger Anleitung experimentieren.

Die Welt der Naturwissenschaften kann Kinder begeistern – umso mehr, wenn sie die Theorie selbst überprüfen können: In den Schülerlaboren „Baylab“ bietet Bayer authentische Experimente aus den Life Sciences, also Biologie, Medizin, Chemie und auch Physik, in altersspezifisch konzipierten Projekten als Ergänzung des Schulunterrichts an. Damit will der Konzern bei jungen Menschen frühzeitig das Interesse an Naturwissenschaften wecken und fördern sowie Chancen durch Bildung eröffnen. Der Ansatz hat Erfolg – rund um den Globus.

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  • Herausforderung:
    Jungen Menschen zusätzlich zu schulischen Angeboten Zugang zu Naturwissenschaft und Technik zu bieten.
  • Lösung:
    Das „Baylab“-Programm für Kinder und Jugendliche bietet authentische und vom Fachpersonal angeleitete Experimente. Bayer unterstützt Schülerlabore auch international.
  • Nutzen:
    Berührungsängste abbauen. Lehrer unterstützen. Interesse für naturwissenschaftliche und technische Berufe wecken und fördern.

Die meisten Forscherkarrieren starten klein: „Im Baylab habe ich zum ersten Mal erlebt, wie biologische Versuche in der Praxis durchgeführt werden“, erzählt Joel Jaegers. 2009 besuchte der heute 24-Jährige das „Baylab“ zum Thema Molekularbiologie im Pharma-Forschungszentrum in Wuppertal. Der Tag im Schülerlabor hinterließ Eindruck bei Jaegers – und beeinflusste später sogar seine Berufswahl.

In den „Baylab“ lernen Kinder und Jugendliche moderne Forschungsmethoden kennen. Ausgangspunkt der Idee war Wuppertal: Dort entstand 1998 das erste Schülerlabor, initiiert von der Pharmaforschung. „Wissenschaft erleben“ lautete das Motto. Von der Idee waren auch die Mitarbeiter am Standort Berlin begeistert. „Seit 2008 experimentieren bei uns Jugendliche nahezu aller Altersklassen“, sagt Martin Rimkus vom „Baylab“-Team in Berlin.

1998 entstand das erste Bayer-Schülerlabor in Wuppertal

Leverkusen – Baylab im Baykomm. Seit 2010 mehr als 24.000 Schüler (3. bis 13. Klasse) Gesundheit und Agrarwirtschaft
Mexiko-Stadt – Baylab Mexico. Seit 2011 mehr als 206.000 Besucher (ab 4 Jahren) Chemie und Life Science; Erweiterung geplant für Ende 2016
Baylab in Monheim. Seit 2009 mehr als 12.000 Schüler (9. bis 13. Klasse) Pflanzenbiotechnologie
Baylab in Wuppertal. Seit 1998 mehr als 45.000 Schüler (3. bis 13. Klasse) Chemie, Biologie, Molekularbiologie, Physik; Ferienkurse

2009 öffnete das „Baylab“ in Monheim mit dem Schwerpunkt Pflanzenbiotechnologie. Unter anderem extrahieren die Jungforscher dort Öl aus Rapssaat. Durch das „Baylab“ im Baykomm in Leverkusen gewinnen Besucher seit 2010 Einblicke in die Forschung.

Seit Ende 2011 sind die Schülerlabore auch international erfolgreich: „Baylab“ Mexico öffnete seine Tore – und aus manchen Besuchern wurden Stammgäste: „Wir haben einen fünfjährigen Fan, der auf seinem Wissenschaftsfreitag besteht“, sagt Jorge Luis Pech Carmona, Mitarbeiter des „Baylab“-Teams in Mexiko-Stadt. In Warschau entstand 2012 das „Baylab“ Polen aus einer kleinen Wissenschaftsinitiative, die heute unter dem Namen „Baylab Innovation Center“ firmiert. Dort erklären Studenten und Mitarbeiter kindgerecht, wie etwa unser Herz-Kreislauf-System funktioniert.

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Leverkusen - Baylab im Baykomm.

Making Science Make Sense

Back to school mit Bayer: Lehrer in den USA freuen sich über Workshops, Schüler über spannende Experimente

Bis zum Jahr 2020 eine Million Kinder für Naturwissenschaften zu begeistern – das ist das ehrgeizige Ziel der Bayer-Initiative „Making Science Make Sense®“ in den USA. Ausgestattet mit Materialien für praxisnahe Experimente besuchen Bayer-Mitarbeiter Schulen, um bei Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für Forschung zu wecken. Zusätzlich veranstalten die engagierten Helfer von Bayer Workshops für Lehrkräfte, wie zum Beispiel vergangenen Juni in Kansas City. Dort bekamen Grundschullehrer für Naturwissenschaften aus sechs Schulbezirken kostenloses Training in vier Bereichen: Eigenschaften von Flüssigkeiten, Bienen und Insektenbestäubung, DNA-Extraktion aus Pflanzen, sowie Magensäure und magenfreundliche Medikamente. „Die vielen Geschichten fand ich großartig – aber auch, mehr über den Hintergrund der Bayer-Referenten zu erfahren“, schwärmte ein Teilnehmer. Ähnliche Workshops für Lehrer, die Naturwissenschaften unterrichten, finden an weiteren US-Standorten statt.

Naturwissenschaften sind der Ausgangspunkt aller Aktivitäten bei Bayer. Neue Technologien, Konzepte und ein zunehmend globaler Wettbewerb erfordern auch in Zukunft eine flexible und naturwissenschaftlich gebildete Belegschaft, die in der Lage ist, kritisch zu denken, Probleme zu lösen und gemeinsam Ziele zu verfolgen.

Bayer fühlt sich dazu verpflichtet, Schülern von heute Zugang zu einer hochwertigen naturwissenschaftlichen Ausbildung zu verhelfen, die sie auf die Arbeitsplätze von morgen richtig vorbereitet – unabhängig von der späteren Berufswahl.

Making Science Make Sense® fördert die naturwissenschaftliche Bildung in den USA —durch praktisches, problemorientiertes Lernen, sowie durch ehrenamtliche Tätigkeit und öffentliches Bewusstsein — angeführt von der ehemaligen NASA-Astronautin Dr. Mae Jemison.

Offiziell startete die Initiative im Jahr 1995, aber Bayer-Freiwillige begannen bereits vor knapp 50 Jahren damit, Lehrern und Schülern Naturwissenschaft so zu vermitteln, wie sie von Wissenschaftlern betrieben wird: in der Praxis. Im ganzen Land engagieren sich heute Hunderte von Bayer-Mitarbeitern ehrenamtlich dafür, die naturwissenschaftliche Kompetenz von Schülern zu fördern und ihre Begeisterung für Naturwissenschaft zu entfachen.

Bayer-Mitarbeiter in Brasilien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Ungarn, Japan, Indien, Polen, Slowakei, Schweden, der Schweiz, Taiwan, Türkei und Großbritannien unterstützen ebenfalls tatkräftig eigene Making Science Make Sense®-Programme.

Wir haben einen fünfjährigen Fan, der auf seinem Wissenschaftsfreitag besteht

In Bukarest eröffnete 2014 das „Baylab“ Rumänien mit den Schwerpunkten Gesundheit und Ernährung. Ein Jahr später übernahm ­Ruxandra Pirojoc, Leiterin der Kommunikation in Rumänien und Bulgarien, die Projektleitung: „Als Mutter kannte ich die Langeweile meiner Söhne im Schulunterricht“. Sie wollte Kinder stattdessen durch praktische Versuche fesseln. In Sofia machte sich Elisaveta Vladova ab 2015 für das „Baylab“ Bulgarien und für Experimente in Life Sciences stark.

Besonders in Erinnerung ­geblieben ist mir dabei das Gefühl, zum ersten Mal die DNA in reiner Form gewonnen zu haben.

Seit Juni 2016 fährt ein mobiles „Baylab“ in Südafrika zu benachteiligten Schulen in der Region Mpumalanga. Das Programm läuft in Kooperation mit dem Penreach Entwicklungsprogramm. Auch in Argentinien bringt Bayer Naturwissenschaft „zum Selbermachen“ in die Schulen. Mit den Science Kits können vorher geschulte Lehrer seit diesem Jahr mit ihren Klassen selbst experimentieren. Jüngstes Familienmitglied ist die „Baylab“-Initiative in Vietnam mit einem Kinderbuch, in dem einfache Versuche dargestellt sind, die den Kleinsten Wissenschaft ­näherbringen sollen.
In den USA hat die vor 20 Jahren gestartete Bayer-Initiative „Making Science Make Sense™“ das Ziel, Kindern die Naturwissenschaften nahezubringen.

Vietnam – kindgerechte Experimente. Das Bilderbuch „Science Discovering Adventure“ soll mit einfachen Experimenten bei Kindern die Neugier für Naturwissenschaften wecken.
Vietnam – kindgerechte Experimente. Das Bilderbuch „Science Discovering Adventure“ soll mit einfachen Experimenten bei Kindern die Neugier für Naturwissenschaften wecken.
Südafrika – mobiles Baylab. 2016 will das mobile Baylab mehr als 3.000 Schüler (in 12 Schulen) in Mathematik und Naturwissenschaften unterrichten.
Südafrika – ein mobiles Baylab besucht Schüler vor Ort in ihrer Schule.

Die „Baylab“ begeistern Besucher weltweit. Diese Freude und das Interesse an Naturwissenschaft haben auch Joel Jaegers nicht losgelassen. Statt einem Studium der Elektrotechnik entschied er sich für eine Ausbildung zum Biologielaboranten bei Bayer und hat, wie er sagt, „bis heute Spaß an der Arbeit“.

„Am Anfang war die Molekularbiologie“

Seit 1998 bieten „Baylab“-Schülerlabore naturwissenschaftliche Experimente für ­Kinder und Jugendliche. Dr. Birgit Faßbender von der Bayer-Pharmaforschung hat die „Baylab“ ins Leben gerufen. „Damals habe ich mich gefragt, wie wir die junge Generation bestmöglich an dem teilhaben lassen können, was wir in der Forschung eigentlich tun“, erklärt Faßbender. Die Antwort lag buchstäblich auf der Hand: „Hands-on“, also eigenständiges Experimentieren. Angefangen hat das Team um Faßbender mit der Molekularbiologie für Oberstufen. „Die teilnehmenden Schulen waren begeistert und fragten direkt, ob wir auch für die Jüngeren etwas anbieten könnten. Daraufhin haben wir das Programm auf alle Altersgruppen ausgeweitet und auch Ferienprogramme angeboten“, beschreibt die Biologin die Entwicklung.

Das Ziel war nicht, Schulen Konkurrenz zu machen – im Gegenteil: „Wir ergänzen den Schulalltag mit Versuchen, die dort meist nicht möglich sind, vor allem, weil das Material dafür fehlt. Aktuell arbeiten wir an Angeboten für Lehrer und vor allem auch daran, neue Zielgruppen an unseren Programmen teilhaben zu lassen, im Sinne eines chancengerechten Zugangs zu Bildung.“ Persönlich ist Faßbender wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler bei ihren Besuchen so viel praktische Erfahrung und Einblicke sammeln können wie möglich. „Auch wenn sie später andere Berufe ergreifen, können sie ein besseres Bewusstsein für gesellschaftlich relevante Themen mit naturwissenschaftlichem Hintergrund entwickeln und Lösungen mitgestalten.“

Das Bayer Schülerlabor in Wuppertal unterstützt Integrationsklassen: Die Kinder im Baylab-Ferienlabor kamen aus insgesamt elf Ländern.
Auch das Hintergrundwissen zu den Experimenten ist wichtig und muss erarbeitet werden. Die Nachwuchsforscher erledigten diese Aufgabe schnell.
Durch eigenständiges Experimentieren konnten sich die Kinder viel Wissen selbstständig erarbeiten und erweiterten dabei auch ihren Deutsch-Wortschatz.
Am Ende des Tages sind alle erschöpft, doch der Funke des Forschergeists ist übergesprungen.

Wie geht es weiter?

Die Naturwissenschaft lässt dich nicht mehr los? Hier lernst du mehr darüber, wie Bayer Dir auf dem Weg zum Forscher oder zur Forscherin helfen kann. Auch für Lehrer gibt es ein großes Angebot an Material.

Bukarest – Baylab Rumänien. Seit 2014 mehr als 7.000 Schüler (6 bis 12 Jahre) Gesundheit und Ernährung
Argentinien – Experimentierkästen. Seit 2016 mehr als 15.000 Schüler (1. bis 6. Klasse) Wissenschaft, Ernährung, Landwirtschaft und Gesundheit
Warschau – Baylab Polen. Seit 2012 mehr als 14.000 Schüler (ab 8 Jahren) Ernährung und Gesundheit
Warschau – Baylab Polen. Seit 2012 mehr als 14.000 Schüler (ab 8 Jahren) Ernährung und Gesundheit
Baylab-Schülerlabore bieten praxisnahe Experimente.
Baylab-Initiatorin Dr. Birgit Faßbender während der „Langen Nacht der Wissenschaften“ in Berlin.