• Junge Laborhelden in Großbritannien

    Baylabs UK

    Bildunterschrift einblenden

    „Für die Zukunft unserer Kinder ist wissenschaftliches Grundwissen wichtig“, sagt Emma Schierbaum, Leiterin des neuen Baylabs.

Das Erbgut als Schmuckstück oder selbstgemachtes Lippenbalsam: Wer im neuen Baylab in Großbritannien experimentiert, nimmt eine kleine Erinnerung mit nach Hause – und lernt, wie spannend Biologie und Chemie sind.

Story check

  • Herausforderung:
    Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften und eigenständiges Experimentieren begeistern sowie ein attraktives Angebot außerhalb des schulischen Lernens schaffen.
  • Lösung:
    Die Bayer-Forschungslabore, kurz Baylabs, ermöglichen Schülerinnen und Schülern rund um dem Globus Naturwissenschaften hautnah zu erleben.
  • Nutzen:
    Das Ziel der Baylabs: Interesse für naturwissenschaftliche und technische Berufe wecken und fördern, Freude am Experimentieren vermitteln und außerschulische Lernmöglichkeiten schaffen.
What does a scientist look like? #UKBaylab

Wissenschaftler tragen ein besonderes Outfit. Das lernen die jungen Forscherinnen und Forscher als erstes, wenn sie das Baylab UK betreten. „Die blauen Handschuhe anzuziehen, war etwas schwierig“, erinnert sich die siebenjährige Sevadhi. „Aber als ich dann den weißen Laborkittel übergezogen hatte und die Schutzbrille auf der Nase saß, habe ich mich wie eine Wissenschaftlerin gefühlt“, erklärt die Schülerin stolz. Genau diesen Zweck soll das Baylab UK in Reading unweit von London erfüllen. Seit März 2017 lädt das neueste Bayer-Schülerlabor Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 18 Jahren zum Experimentieren ein. Es ist Teil der kürzlich eröffneten Bayer-Zentrale für Großbritannien und Irland (Investitionsvolumen: elf Millionen britische Pfund). „Wir wollen den Schulunterricht sinnvoll ergänzen“, sagt Emma Schierbaum, Leiterin des Baylabs. „Interesse für Naturwissenschaften wecken, selbst Forscher sein können und eigene Lösungen entwickeln – das steht im Fokus der Bildungsinitiative und aller 14 Baylabs weltweit.“

Das sind die Baylabs!

Schüler lernen beim Herstellen von Badeperlen und Lippenbalsam, welche Eigenschaften Wachse und Öle aufweisen, entdecken die Leistungen von Enzymen und erforschen genetische Grundlagen des Geschmackssinns. Was den Schülern besonders gut gefällt: Sie können Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen. „Wir haben einen Lippenbalsam hergestellt, den ich unheimlich mag. Den hat sogar meine Mutter ausprobiert“, sagt die Drittklässlerin Naira. In einem anderen Workshop lernen die jungen Forscher, wie sie mit wenigen Zellen der Mundschleimhaut ihren genetischen Bauplan, die DNA, extrahieren können. Sicher verpackt in einer kleinen Glaskugel ist das Erbgut „ein wertvoller Schatz“, wie es der zwölfjährige Chester beschreibt.

Seit dem Baylab-Besuch besitze ich einen einzigartigen, wertvollen Schatz: mein ­Erbgut in einer Glaskugel.

Platz zum Experimentieren in zehn Ländern: Das neue Baylab im britischen Reading ist eines von 14 Bayer-Schülerlaboren weltweit.

Platz zum Experimentieren in zehn Ländern: Das neue Baylab im britischen Reading ist eines von 14 Bayer-Schülerlaboren weltweit.

In der Schule bleibt oft wenig Zeit für Experimente – oder Laborutensilien fehlen. „Doch für die Zukunft unserer Kinder ist wissenschaftliches Grundwissen wichtig“, erklärt Schierbaum. „Mit unseren Experimenten wollen wir frühzeitig praktisches Können vermitteln.“ Gerade das macht den Schülern großen Spaß: Flüssigkeiten in Reagenzgläser füllen, Lösungen mit Pipetten transferieren und Petrischalen mit Nährlösung bestücken. „Der beste Tag meines Lebens“, fasst Jungforscherin Sevadhi zusammen.