Ausgabe 24, 2012
Neuartiger Schutzmechanismus gegen Varroa-Milben

Die Bienenschleuse

  • Bienenexperte: Dr. Klemens Krieger beobachtet fleißige Honigsammler beim Anflug in ihren Stock.
  • Zusammen mit Forschern des Instituts für Bienenkunde in Oberursel hat der Experte von der Bayer-HealthCare-Division Animal Health eine innovative Schleuse für Bienenstöcke entwickelt. Damit wollen die Wissenschaftler ganze Völker vor der gefährlichen Varroa-Milbe schützen, damit die Bienen auch weiterhin für Honignachschub in ihren Waben sorgen.
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Bienenexperte: Dr. Klemens Krieger beobachtet fleißige Honigsammler beim Anflug in ihren Stock.

In den USA und Europa sorgt ein winziger Parasit immer wieder für massenhaftes Bienensterben: Die Varroa-Milbe kann ganze Bienenvölker auslöschen. Als blinder Passagier gelangt sie in den Stock der fleißigen Nektarsammler, legt ihre Eier in die Brutzellen der Waben und infiziert die Bienen mit Viren und Bakterien. Ein Befall endet meist fatal. Weil herkömmliche Bekämpfungsmethoden gegen den ständigen Neueintrag der Milben erfolglos blieben, haben Bayer-Wissenschaftler nun das „Varroa-Gate“ entwickelt.

Milben müssen draußen bleiben
Die innovative Schleuse befindet sich am Eingang zum Bienenstock: Bei jedem Einflug streifen die Nektarsammler ein spezielles Milbengift ab und tragen es ins Innere. Dort tötet das sogenannte Akarizid die blinden Passagiere restlos ab und schützt die Biene auch vor einem erneuten Befall. Derzeit arbeiten die Forscher an der Feinabstimmung der Formulierung und der genauen Dosierung.

Wie die Wissenschaftler die Nektarsammler vor ihren todbringenden Feinden schützen, lesen Sie hier:

Letzte Änderung: 12. Dezember 2013  Copyright © Bayer AG
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