Für hochwertige Kunststoffe wie Polyurethane benötigt man Chlor. Bayer hat zusammen mit Partnern ein sehr energieeffizientes Verfahren zur Chlor-Produktion aus Salzsäure entwickelt: die sogenannte Sauerstoffverzehrkathoden(SVK)-Technologie. Dabei wird über den gezielten Einsatz von Sauerstoff in der Salzsäure-Elektrolyse der Stromverbrauch um 30 Prozent reduziert – und somit auch der CO2-Ausstoß im Kraftwerk. Für das innovative Verfahren erhielt der Konzern 2008 den Umweltpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Die erste großtechnische Anlage dieser Art wurde 2003 am Standort Brunsbüttel in Betrieb genommen. Betriebsassistent Jörg Bäther prüft hier die Sauerstoff-Einleitungsrohre. In China nimmt Bayer in Kürze eine Salzsäure-Elektrolyse mit einer Jahreskapazität von 215.000 Tonnen Chlor in Betrieb – ebenfalls ausgestattet mit der energieeffizienten SVK-Technologie.