Ausgabe 23, 2011
Innovative Prozesstechnik beschleunigt die Medikamenten-Herstellung

Schneller zum Wirkstoff

  • Bevor die Pharma-Produktion in den Großmaßstab überführt wird, testen Dr. Sigurd Buchholz und Dr. Christian Severins (v. li.) den Prozess in einer kleinen kontinuierlichen Wirkstoff-Produktionsanlage.
  • Hochautomatisiert: Neue Medikamente sollen in Zukunft nicht mehr in einzelnen Schritten, sondern kontinuierlich hergestellt werden. Vor dem Start einer solchen Produktionskette kontrolliert Tobias Grömping die Einstellungen an einem modularen Produktionscontainer im neuen Forschungszentrum INVITE.
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Bevor die Pharma-Produktion in den Großmaßstab überführt wird, testen Dr. Sigurd Buchholz und Dr. Christian Severins (v. li.) den Prozess in einer kleinen kontinuierlichen Wirkstoff-Produktionsanlage.

Medizin vom Fließband – was bislang kaum denkbar war, prüfen Bayer-Forscher derzeit für einen vielversprechenden Wirkstoff zur Krebstherapie. Alle fünf Syntheseschritte könnten in Zukunft in einem kontinuierlichen Prozess ablaufen – ähnlich wie bei Lebensmitteln: Zu Beginn werden Rohstoffe zugeführt, am Ende verlässt das fertige Produkt die Anlage. Das beschleunigt die Medikamenten-Herstellung, erhöht zugleich deren Effizienz und hilft am Ende dadurch auch den Patienten.

Revolution in der Arzneimittelproduktion
Der neue Prozess gleicht einer Revolution in der pharmazeutischen Industrie: Bislang erfolgte die Wirkstoff-Produktion portionsweise und in begrenzten Chargen. Jeder Syntheseschritt in diesem sogenannten Batch-Prozess hatte seine eigenständige Herstellvorschrift, nach der jeweils Rohstoffe und Zwischenprodukte miteinander reagieren.

Was jetzt die kontinuierliche Produktion für das neue Krebsmedikament bedeutet und welche weiteren Vorteile sie für die Arzneimittelherstellung hat, erfahren Sie hier: