Hervorgerufen werden sie von einem riesigen Magneten. Unter ihrem Einfluss ändern sogar Atomkerne kurzfristig ihren Zustand. Bei der MRT sind allerdings nur die Kerne der Wasserstoff-Atome im menschlichen Körper von Belang. Davon gibt es reichlich, denn der Mensch besteht zu zwei Drittel aus Wasser – der Verbindung von Wasser- und Sauerstoff.
Weichteile wie Herz und Hirn, aber auch Bindegewebe, Muskeln oder Nerven weisen besonders viele Wasserstoffatome auf. Jedes Gewebe besitzt eine spezifische Dichte und damit eine andere Konzentration an Wasserstoffatomen. Und genau das zeigt sich in der MRT. Selbst krankes und gesundes Gewebe lassen sich deutlich voneinander unterscheiden. Der Grund: Sie haben häufig nicht den gleichen Wasserstoffgehalt.
Um anatomische Details noch deutlicher abzubilden, greifen Radiologen häufig auf eine zusätzliche Hilfe zurück: auf Kontrastmittel. Sie werden inzwischen bei einem Drittel aller entsprechenden Untersuchungen eingesetzt. Das erste Magnetresonanztomografie-Kontrastmittel kam 1988 auf den Markt. Produkte aus dem Hause Bayer HealthCare Pharmaceuticals gehören heute zu den bewährtesten Kontrastmitteln weltweit und wurden inzwischen mehr als 100 Millionen Mal angewendet.
„MRT-Kontrastmittel geben Radiologen weiter wichtige Informationen“, erklärt Voth. So können inzwischen zum Beispiel Gefäße mit hoher Genauigkeit dargestellt werden. Für den Arzt eine einzigartige Hilfe zur richtigen Diagnose. Und auch bei der initialen Diagnostik von Brustkrebs ist die MRT mit Kontrastmittel sehr hilfreich. Inzwischen können Experten mit der Magnetresonanztomografie sogar die Funktionen eines Organs immer weiter entschlüsseln, das seine Geheimnisse sehr lange bewahrt hat: das Gehirn.