Ausgabe 24, 2012
Katalyse – die Chemie für Innovationen

Turbo für Moleküle

1. Zuerst dockt ein Ausgangsstoff (re.) an die Bindungsstelle des Katalysators. 2. Ein zweites Molekül wird so fixiert, dass bestimmte Atome wechselwirken. 3. Es entsteht eine chemische Bindung zwischen den gewünschten Atomen. 4. Nach der Reaktion löst sich das fertige Produktmolekül (re.) vom Katalysator ab.
Die Katalysatoren sind für eine bestimmte Reaktion maßgeschneidert.

Homogene Katalyse

Bei dieser Katalyseart befinden sich Ausgangsstoffe und Katalysator in gleichen
Phasen – beispielsweise in Lösung. Die Katalysatoren sind aufwendig maßgeschneiderte Moleküle mit einer ganz speziellen räumlichen Struktur.

  • Blick in die Katalyse-Kulisse: Am Bayer-Standort in Bergkamen werden Mikroorganismen in großem Stil kultiviert, um Pharmawirkstoffe herzustellen.
  • Die Chemikanten Andreas Fernando-Lopez und Sascha Hufenbach überprüfen die Prozessschritte der Bioproduktion.
zoom
Blick in die Katalyse-Kulisse: Am Bayer-Standort in Bergkamen werden Mikroorganismen in großem Stil kultiviert, um Pharmawirkstoffe herzustellen.

Sie sind die Basis für eine energieeffiziente Chemie: Katalysatoren. Denn mit diesen Werkzeugen lassen sich Moleküle ganz gezielt verbinden. Katalysatoren beschleunigen chemische Reaktionen, ohne sich dabei zu verbrauchen. Das macht die molekularen Helfer für die Industrie unverzichtbar: Ohne Katalysatoren wäre die Herstellung von zahlreichen Pflanzenschutzmitteln, Kunststoffen oder Medikamenten gar nicht möglich.

Der Chemie-Motor im Reagenzglas

Prinzipiell unterscheiden Chemiker drei verschiedene Varianten: homogene, heterogene und enzymatische Katalyse. Auch Bayer-Wissenschaftler entwickeln für alle drei Verfahren immer neue innovative Katalysatoren. So lässt sich zum Beispiel Chlor besonders energieeffizient gewinnen. Aber auch für die Produktion von Pharmawirkstoffen mittels Mikroorganismen setzen die Bayer-Forscher auf die Katalyse.

Wie die Bayer-Katalyseexperten ihre Moleküle auf Höchstleistung trimmen, lesen Sie hier:

Letzte Änderung: 12. Dezember 2013  Copyright © Bayer AG
http://www.research.bayer.de