Ausgabe 23, 2011
Mit weißer Biotechnologie zum neuen Pflanzenschutzmittel

Die Bakterienwerkstatt

  • Optimierungsteam: Analytiker Dr. Uwe Döller und Verfahrensforscher Dr. Mark Ford (v. li.) haben bei Bayer CropScience intensiv an dem Herstellverfahren für den neuen Wirkstoff gefeilt.
  • Unter zahlreichen Bakterienkulturen wurden im Verlauf der Optimierung zwei geeignete gentechnisch veränderte Varianten identifiziert. Diese Mikroorganismen machten die Herstellung eines neuen Pflanzenschutzwirkstoffs erst möglich.
zoom
Optimierungsteam: Analytiker Dr. Uwe Döller und Verfahrensforscher Dr. Mark Ford (v. li.) haben bei Bayer CropScience intensiv an dem Herstellverfahren für den neuen Wirkstoff gefeilt.

Sie setzen Reaktionen in Gang, jonglieren Atomgruppen und bauen sie zu größeren chemischen Verbindungen zusammen: Molekulare Werkzeuge – in der Fachsprache auch Enzyme oder Biokatalysatoren genannt – managen den Stoffwechsel in Zellen und arbeiten präzise wie eine Maschine. Selbst wenn sie nur wenige tausendstel Millimeter groß sind, können Bakterienzellen auf engstem Raum hunderte von chemischen Prozessen steuern. Bayer-Forscher nutzen biotechnologisch optimierte Bakterienzellen, um Wirkstoffmoleküle für Pflanzenschutzmittel herzustellen. Diese Chemiefabriken der Zukunft sind winzig.

Griff in die Trickkiste der Natur
Die Natur liefert zahlreiche Vorbilder für neue Technologien und macht viele Mikroorganismen zu gefragten Chemiefabriken im Miniformat. Auch Bayer-Forscher greifen immer öfter in die Biotrickkiste und trimmen ihre talentierten Helfer auf Höchstleistung. Ohne die effizienten Winzlinge wäre zum Beispiel die Entwicklung des neuen Herbizids Alion™ fast gescheitert.

Wie es gelungen ist, den Herstellungsprozess dann doch noch zu optimieren, erfahren Sie hier: