Ausgabe 22, 2010
Neue Strategien im Kampf gegen den Fuchsbandwurm

Tödliche Parasiten im Gepäck

  • Schleichende Gefahr: Immer öfter suchen Füchse ihre Nahrung in den Mülltonnen der Stadtrandlagen. Damit tragen sie auch einen gefährlichen Krankheitserreger in die Nähe des Menschen: den Fuchsbandwurm.
  • Dr. Klemens J. Krieger, Bayer Parasitologe, arbeitet nicht nur an der Entwicklung neuer Wirkstoffe, die die Ausbreitung verhindern sollen. Zusammen mit Forstwirtschaftlern hat er auch eine neue Kombinationsstrategie zur Bekämpfung getestet.
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Schleichende Gefahr: Immer öfter suchen Füchse ihre Nahrung in den Mülltonnen der Stadtrandlagen. Damit tragen sie auch einen gefährlichen Krankheitserreger in die Nähe des Menschen: den Fuchsbandwurm.

Füchse sind schlaue Jäger – und vor allem sehr anpassungsfähig. Immer öfter streifen sie auch in Städten durch Gärten und Parks, durchstöbern Mülltonnen auf der Suche nach Nahrung. Und weil viele der Tiere den gefährlichen Fuchsbandwurm in sich tragen, können sich auch Menschen damit infizieren. Der Parasit befällt vor allem Leber und Lunge, aber auch das Gehirn. Und seine Larven zerstören die Organe schleichend.

Groß angelegte Feldstudie
Experten wollen den Parasiten deshalb schon vor dem Kontakt zum Menschen bekämpfen. Bereits in den 1970er-Jahren entwickelte Bayer das effektive Wurmmittel Praziquantel. In einer großen Studie prüfen Bayer-Forscher jetzt gemeinsam mit der Technischen Universität München einen effektiven Verteilungsweg für präparierte Fuchsköder.

Mehr über die neue Kombinationsstrategie erfahren Sie hier:

Letzte Änderung: 12. Dezember 2013  Copyright © Bayer AG
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