Ausgabe 24, 2012
Mit CO2 die Arzneimittelforschung forcieren

Vom Klimasünder zum medizinischen Helfer

  • Chemiker-Fachgespräch: Giuseppe Sgroi und Dirk Schneider (v.li.) diskutieren Messergebnisse im Chromatografie-Labor. Sie nutzen superkritisches CO2 zur Isolierung von Zwischenprodukten,...
  • ... um möglichst reine Substanzen für die weitere Wirkstoffforschung zu erhalten.
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Chemiker-Fachgespräch: Giuseppe Sgroi und Dirk Schneider (v.li.) diskutieren Messergebnisse im Chromatografie-Labor. Sie nutzen superkritisches CO2 zur Isolierung von Zwischenprodukten,...

Kohlendioxid hat keinen guten Ruf. Denn das Gas heizt dem Treibhauseffekt ein und befeuert so den Klimawandel. Doch die chemische Verbindung bietet auch einen praktischen Nutzen: Als Löse- und Extraktionsmittel ist CO2 ein wahres Naturtalent. Experten von Bayer HealthCare nutzen Kohlendioxid bei der Medikamenten-Entwicklung, um Zwischen- und Endprodukte effizient zu trennen und zu reinigen. Das innovative Verfahren heißt Superkritische Fluidchromatographie oder kurz SFC.

Schadgas schützt Sphäre

Maßgeblich für die Entwicklung der neuen Methode war das Experimentieren mit den Aggregatzuständen des Kohlendioxids durch Druck und Temperatur. So konnten die Bayer-Forscher ein sogenanntes CO2-Fluid erzeugen, das hervorragende Lösungseigenschaften besitzt. Ein weiterer Vorteil: Das Kohlendioxid stammt aus Industrieabgasen – das macht die neue Technologie nachhaltig und kostengünstig.

Wie die Bayer-Forscher die Medikamenten-Entwicklung mit CO2 umweltfreundlicher machen, lesen Sie hier: