Ausgabe 21, 2009
Alzheimer: Molekularer Marker könnte frühere und bessere Diagnose unterstützen

Eiweißfahnder unterwegs im Gehirn

  • Alzheimer sichtbar machen: Dr. Marianne Patt öffnet das Zyklotron, in dem das radioaktive Fluor-18 hergestellt wird.Die Eiweißablagerungen, die sich mit dem neuen Radiopharmakon Florbetaben nachweisen lassen, gelten als mögliche Auslöser für die Krankheit.
  • Prof. Dr. Osama Sabri vom Universitätsklinikum in Leipzig sammelt praktische Erfahrungen mit dem Bayer-Tracer.
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Alzheimer sichtbar machen: Dr. Marianne Patt öffnet das Zyklotron, in dem das radioaktive Fluor-18 hergestellt wird.Die Eiweißablagerungen, die sich mit dem neuen Radiopharmakon Florbetaben nachweisen lassen, gelten als mögliche Auslöser für die Krankheit.

Alzheimer verändert die geistige Leistung des Menschen schleichend. Ein wichtiges Anzeichen für die Erkrankung sind Eiweißablagerungen im Gehirn – sogenannte Amyloid-Plaques. Bislang konnte man diese erst in Gewebeproben von Verstorbenen identifizieren. Forscher von Bayer HealthCare entwickeln jetzt eine neuartige Substanz, die Ärzten schon frühzeitig bei der Alzheimer–Diagnose unterstützen könnte.

Wettlauf gegen den Zerfall
Die neue Diagnosetechnik basiert auf dem radioaktiven Zerfall von Fluor-18. Das Molekül hat aber nur eine geringe Halbwertszeit. Es muss deshalb direkt in der Nähe von Kliniken und Arztpraxen hergestellt werden. Dabei kommt es zu einem spannenden Wettlauf gegen die Uhr.

Wie die Eiweißfahnder rechtzeitig an ihr Ziel im Gehirn gelangen, lesen Sie hier:

Letzte Änderung: 12. Dezember 2013  Copyright © Bayer AG
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