Die Idee überzeugte die Jury aus international anerkannten Experten: Sie zeichnete den Entwurf in diesem Jahr mit dem ersten Preis aus. „Das Konzept ist wie viele der eingereichten Arbeiten eine gelungene Symbiose aus Kreativität und neuester Technologie“, sagt Dr. Joachim Wolff, Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience. „Die Teilnehmer haben die innovativen Materialien und das Know-how unseres Unternehmens mit Visionen der Zukunft vereint, die uns in Erstaunen versetzen.“ Neben dem intelligenten Einsatz des Materials und der Idee an sich kam es vor allem auch auf den Grad der Innovation, die Funktionalität und die formale Qualität der eingereichten Arbeiten an. „Wir wollen Visionen zum Leben erwecken und in Produkten für den Bedarf von morgen umsetzen“, betont Bernd Steinhilber, Leiter des Bereichs Functional Films bei Bayer MaterialScience und Mitglied der Jury. „Der VisionWorks Award hilft uns dabei, neue Trends aufzuspüren und unsere Produkte für zukünftige Anwendungen weiterzuentwickeln.“
Auch die Teilnehmer sind von den Ergebnissen und Möglichkeiten des Wettbewerbs begeistert: „Der VisionWorks Award bietet Studenten und Unternehmen viele Chancen zum kreativen Austausch“, sagt Manuel Dreesmann. „Wir profitieren von der Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern sowie ihren Erfahrungen auf dem Markt und steuern im Gegenzug frische Ideen zu Logistikthemen der Zukunft bei.“
Dieser Meinung ist auch Philipp Hermes von der Folkwang Hochschule Essen. Sein Modell „Urban Mole“, eine unterirdisch navigierende Transporteinheit, die sich selbständig durch das Kanalisationssystem bewegt, erreichte den zweiten Rang. Als Student im Bereich Industrie-Design ist er es gewohnt, Ideen zu entwickeln, die mit Hilfe vorhandener Technologien in der Praxis bereits heute umsetzbar sind. Der Preis bietet ihm neue Möglichkeiten, die Grenzen des Erlaubten zu verrücken. „Besonders das Kick-Off-Meeting und die Workshops boten viele Gelegenheiten, sich mit anderen Teilnehmern und den Experten in Sachen Kunststoffforschung und Logistik auszutauschen“, sagt Philipp Hermes.
Aufbauend auf den Informationen entwarfen die Teilnehmer zunächst Ideenskizzen für neue Anwendungskonzepte und setzen diese als Prototypen in die Praxis um. Insgesamt 42 Modelle kamen in die Endrunde und wurden von den Experten bewertet.
Über den VisionWorks Award
Der 2007 erstmals ausgeschriebene Wettbewerb richtet sich an Studierende ausgewählter europäischer Design-Hochschulen und ist bisher einmalig in der Unternehmensgeschichte von Bayer MaterialScience. Ziel ist es, talentierte Nachwuchs-Designer zu fördern und dazu anzuregen, mit Hilfe der innovativen Werkstoffe des Unternehmens neue Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln. Der VisionWorks Award 2009 ist initiiert durch Bayer MaterialScience und wird unter dem Titel “CargoPacks 2020“ in Kooperation mit Airbus, DHL und Hettich und mit Unterstützung durch das future_bizz Netzwerk von Unternehmen, die gemeinsam Geschäftsideen für zukünftiges Wohnen, Leben und Arbeiten entwickeln, und die Designagentur Frackenpohl-Poulheim durchgeführt.
In diesem Jahr waren die Studenten unter dem Motto „CargoPacks 2020“ aufgefordert, Lösungen für Logistikfragen von morgen zu entwerfen. Die Themenstellung geht auf eine Reihe von Fallstudien zurück, die das Creative Center von Bayer MaterialScience entwickelt hat. Sie beschreiben Alltagssituationen rund um die Aspekte Einkauf, Transport, Versand und Kommunikation im Jahr 2020 und wurden den Teilnehmern beim Kick-Off-Meeting zur Verfügung gestellt.
Die teilnehmenden Hochschulen 2009
- Bremer Hochschule der Künste, Bremen/Deutschland
- Folkwang Hochschule Essen, Essen/Deutschland
- Zürcher Hochschule der Künste, Zürich/Schweiz
- Muthesius Kunsthochschule Kiel, Kiel/Deutschland
- Università Iuav di Venezia, Venedig/Italien
Die Jurymitglieder 2009
- Jeroen Verbrugge, Direktor „Flex – the Innovation Lab”, Delft
- Jürgen Weidemann, Technology & Innovation Management, Deutsche Post AG, Bonn
- Bernd Steinhilber, Leiter des Bereichs Functional Films der Bayer MaterialScience AG
- Gerrit Terstiege, Chefredakteur „form – The Making of Design“, Basel
- Ulrike Niesmann, EPEA Umweltforschung GmbH, Hamburg
- Jan Nieberle, Manager Product Design Industrial Design, Hamburg
- Britta Pukall, Managing Partner Milani d&c, Zürich (Vorsitzende)
- Ralf Müterthies, Direktor Program Management – Division Kitchen & Bath, Hettich, Kirchlengern
Die Preisträger 2009
- 1. Platz (5.000 Euro): „Green“ von Manuel Dreesmann, Hochschule für Künste Bremen
- 2. Platz (3.000 Euro): „Urban Mole“ von Philipp Hermes, Folkwang Hochschule Essen
- 3. Platz (1.000 Euro): „Bacs“ von Mareike Frensemeier, Hochschule für Künste Bremen, und „Water Ahead“ von Matthias Rauch, Folkwang Hochschule Essen
Die Kooperationspartner 2009
- Airbus Deutschland GmbH, Hamburg
- Deutsche Post DHL, Bonn
- Hettich – Technik für Möbel, Kirchlengern
Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2008 rund 15.100 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.
Mehr Informationen sowie Fotos zum Download finden Sie unter www.presse.bayerbms.de. Details zum diesjährigen VisionWorks Award „CargoPacks 2020“ erhalten Sie unter www.visionworksaward.com.
24. Juli 2009
Kreative Ideen für die Bewegung von Gütern
Beim VisionWorks Award Wettbewerb entwickeln Designstudenten innovative Konzepte für Transport und Logistik
Leverkusen, 24. Juli 2009 – Für die Entwicklung des Paternoster-Systems „Green“ erhält Designstudent Manuel Dreesmann beim diesjährigen VisionWorks Award „CargoPacks 2020“ von Bayer MaterialScience den ersten Preis. Seine Idee ist denkbar einfach: Mit Hilfe eines Stahlseils und angetrieben von einer Wassermühle wandern Obst- und Gemüsepflanzen an Hochhäusern hinauf und liefern die frischen Produkte direkt vom Feld an Selbstbedienungsautomaten. Positiver Nebeneffekt der „lebenden, grünen“ Fassade: Die Pflanzen verbessern die Luftqualität innerhalb des Gebäudes und reduzieren die Energiekosten für Klimaanlagen und Belüftungssysteme. „Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, um Lebensmittel genau dort anzubauen, wo sie konsumiert werden“, erklärt Manuel Dreesmann. „So lässt sich der Aufwand für Transport und Logistik so gering wie möglich halten. Das senkt die Kosten und schont die Umwelt.“

Ausgabe 20 (2008)
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