Presse-Information
24. Juli 2009
VisionWorks Award „CargoPacks 2020“
Intelligente Verpackungen und Transportmittel von morgen
Bayer MaterialScience und Partner zeichnen zum zweiten Mal Nachwuchsdesigner aus
Leverkusen, 24. Juli 2009 – Bei einem von Bayer MaterialScience initiierten Wettbewerb entwickelten Designstudenten neue Konzepte für intelligente Verpackungen und Transportmittel der Zukunft. So konnten zum Beispiel zwei junge Designer, die sich mit innovativen Konzepten am diesjährigen VisionWorks Award „CargoPacks 2020“ beteiligten, die Jury überzeugen. Sie wurden dafür mit den ersten beiden Preisen ausgezeichnet. Einer von ihnen nahm die Herausforderung an, in urbaner Umgebung auf knappem Raum frisches Obst und Gemüse aus lokalem Anbau zur Verfügung zu stellen. Das zweite Konzept beschäftigte sich mit dem schnellen Transport von Gütern unter Nutzung des in Städten existierenden Kanalisationssystems.

Bayer MaterialScience, ein führender Anbieter von innovativen Werkstoffen und Systemlösungen, ist die treibende Kraft dieses zweiten VisionWorks Awards, mit dem kreative und umweltverträgliche Ideen ausgezeichnet werden. Gemeinsam mit dem Flugzeugbauer Airbus, dem Logistikunternehmen Deutsche Post DHL und dem Möbelbeschlaghersteller Hettich lud das Leverkusener Unternehmen Studenten europäischer Design-Hochschulen ein, Lösungen für die Logistik der Zukunft zu entwickeln. Die intelligentesten Modelle werden am 24. Juli 2009 in Hamburg vorgestellt und mit bis zu 5.000 Euro prämiert. Dr. Hans-Wilhelm Engels, Forschungsleiter bei Bayer MaterialScience, erklärt: „Gemeinsam mit unseren Partnern suchen wir nachhaltige Antworten auf Megatrends wie Urbanisierung und Globalisierung. Die ausgestellten Arbeiten geben uns wichtige Impulse, um den Entwicklungsbedarf für unsere Werkstoffe und neue Anwendungen darzustellen.“

Für diesen VisionWorks Award, der bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben wurde, haben insgesamt fast 50 Studenten an fünf ausgewählten europäischen Hochschulen die Herausforderung angenommen und sich unter anderem mit innovativen Materialien von Bayer MaterialScience auseinandergesetzt. Die Aufgabe bestand darin, visionäre Anwendungen rund um die Themen Verpackung, Transport und Servicelogistik im Jahr 2020 zu entwerfen. Bei einem Kick-Off-Meeting im Oktober 2008 erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Material- und Anwendungsentwicklungen aller beteiligten Partner sowie Denkanstöße für die kreative Arbeit. Im Anschluss entstanden in einem Zeitraum von vier Monaten individuelle Konzepte, die nicht nur auf Robotik und Chiptechnologie bauen, sondern gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung von Rohstoffen ermöglichen. Aus rund 150 ersten Entwürfen wählte die achtköpfige Fachjury 42 Ideen aus, die weiter ausgearbeitet wurden. Neben dem intelligenten Einsatz des Materials bewerteten die Juroren vor allem den Grad der Innovation, die Funktionalität und die formale Qualität der Modelle.

Die Ergebnisse begeistern und sind eine gelungene Mischung aus Ideenreichtum und dem optimalen Einsatz verschiedener Werkstoffe. Der erste Preis geht in diesem Jahr an Manuel Dreesmann von der Hochschule für Künste Bremen für sein Projekt „Green“, einem Paternoster-System zur Begrünung und dem Vor-Ort-Anbau von landwirtschaftlichen Produkten in urbanen Lebenswelten. Mit Hilfe eines Stahlseils und angetrieben von einer Wassermühle wandern Einheiten mit Obst- und Gemüsepflanzen langsam an Büro- und Hochhäusern hinauf. Obwohl das Gewinnermodell kein klassisches Verpackungsproblem löst, überzeugte es die Experten in mehrfacher Hinsicht. „Das Konzept löst Schwierigkeiten beim Transport und der Distribution, indem es die gewünschten Produkte direkt vor Ort frisch produziert und damit zum Beispiel eine aufwändige Verpackung überflüssig macht“, erläutert Dr. Christopher Stillings, Projektleiter für den VisionWorks Award bei Bayer MaterialScience. „Darüber hinaus sorgt es für eine gesunde Atmosphäre am Arbeitsplatz und bringt ein Stück mehr Lebensqualität.“

Eine andere Lösung für die Bewältigung der „letzten Meile“ bis hin zum Verbraucher findet der Entwurf „Urban Mole“ von Philipp Hermes, Folkwang Hochschule Essen, der den zweiten Preis erhielt: Dank RFID-Chips und Robotertechnik navigiert sich die schuhkartongroße Transporteinheit selbständig an den Decken der vorhandenen Kanalisationsrohre entlang, die hier als unterirdisches Kurier- und Wegeleitsystem dienen. Eine schnelle Lieferung wäre damit auch bei überfüllten Straßen und Verkehrsstaus gewährleistet – auch in Großstädten wie New York oder Berlin.

Den dritten Platz teilen sich Mareike Frensemeier („Bacs“, Hochschule für Künste Bremen) und Matthias Rauch („Water Ahead“, Folkwang Hochschule Essen). Die Bremer Studentin konzipierte eine hundertprozentig ökologische Schutzverpackung aus Cellulose, die durch das Bakterium Acetobacter Xylinum produziert wird und als individuelle Hülle auf der Oberfläche verschiedener Produkte „heranwächst“. Den anderen dritten Preis erhielt das Essener Modell eines automatischen Rettungskapselsystems, das Opfer von Flutkatastrophen selbständig ortet und sie bereits während der Bergung über ein integriertes Filtersystem mit frischem Trinkwasser versorgt.

Noch ist offen, welche dieser intelligenten Anwendungen tatsächlich in einigen Jahren auf Straßen, Ozeanen und in Wohnhäusern zu finden sein werden. Dass eine entsprechende Nachfrage besteht, ist jedoch längst keine Zukunftsvision mehr. Für den Rohstoff- und Systemlieferanten Bayer MaterialScience ist der Logistiksektor ein wichtiges Innovationsfeld und ein aussichtsreicher Wachstumsmarkt. Die zunehmende Globalisierung und Urbanisierung, knapper werdende Ressourcen sowie wachsende Anforderungen im Rahmen des Umwelt- und Klimaschutzes bieten ein vielversprechendes Potenzial für hochwertige Werkstoffe.

Der VisionWorks Award trägt dazu bei, intelligente Ideen zu fördern und im Verbund mit Partnerunternehmen und Hochschulen Kompetenzen in offenen Innovationsprojekten zu bündeln. Dr. Stillings: „Wir erfahren so, welche neuen Materialien künftig für die Logistikbranche als Abnehmer bereit gestellt werden können. Aus dieser interdisziplinären Zusammenarbeit erhalten wir Anwendungslösungen aus der Marktsicht und können diese mit unseren Materialentwicklungen spiegeln, um die Basis für neue Produkte zu schaffen.“

Über den VisionWorks Award:
Der VisionWorks Award 2009 ist initiiert durch Bayer MaterialScience und wird unter dem Titel “CargoPacks 2020“ in Kooperation mit Airbus, DHL und Hettich und mit Unterstützung durch das future_bizz Netzwerk von Unternehmen, die gemeinsam Geschäftsideen für zukünftiges Wohnen, Leben und Arbeiten entwickeln, und die Designagentur Frackenpohl-Poulheim durchgeführt.

Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2008 rund 15.100 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.


Mehr Informationen sowie Fotos zum Download finden Sie unter www.presse.bayerbms.de. Details zum diesjährigen VisionWorks Award „CargoPacks 2020“ erhalten Sie unter www.visionworksaward.com.


Broschüre VisionWorks "CargoPacks 2020" (Download)


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

top
top
top
top
top
top
top
top
top
Suche
Suche
Service
Seite verkleinern Normalansicht Seite vergrößern