„Als weltweiter Innovations- und Marktführer auf dem Gebiet der Vektorkontrolle möchten wir mit unseren Produkten und dem Know-how unserer Experten dazu beitragen, dass die Malaria eingedämmt wird“, sagt Professor Dr. Friedrich Berschauer, Vorstandsvorsitzender der Bayer CropScience AG. „Denn durch wirksame Maßnahmen gegen die Überträger können Erkrankungen verhindert werden. Starke öffentlich-private Partnerschaften wie diese neue Kooperation mit dem IVCC sind der Schlüssel zur Eliminierung von Tropenkrankheiten.“ Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sind rund 3,3 Milliarden Menschen, also die Hälfte der Weltbevölkerung, dem Risiko ausgesetzt, an Malaria zu erkranken. Jedes Jahr gibt es rund 250 Millionen Erkrankungen und fast eine Million Todesfälle.
Die Vorsitzende des IVCC, Professor Dr. Janet Hemingway, fügt hinzu: „Die Resistenz gegenüber bestehenden Pflanzenschutzmittelwirkstoffen ist eines der größten Probleme, mit denen wir bei unserem Kampf gegen Malaria als einer der meist verbreiteten tödlichen Krankheiten in den Entwicklungsländern konfrontiert sind. Durch dieses Projekt erhalten wir Zugang zum profunden Sachverstand der agrochemischen Industrie. So können wir dazu beitragen, einer der größten Herausforderungen für die Gesundheit in den Entwicklungsländern zu begegnen.“
Für eine verbesserte und nachhaltige Vektorkontrolle ist die Entwicklung neuer PHPs dringend erforderlich. Dr. Alexander Klausener, Forschungsleiter bei Bayer CropScience: „Die Entwicklung neuer Wirkstoffe für Schädlingsbekämpfungsmittel kann ein Durchbruch in unserem Kampf gegen Malaria-übertragende Insekten sein. Unsere Forscher sind sehr stolz über die Zusammenarbeit mit dem IVCC und zuversichtlich, dass wir auf Basis unserer gut gefüllten Pipeline innovativer Moleküle gemeinsam neue Lösungen finden werden.“ Substanzen, die sich beim anfänglichen Screenen (Auswahlverfahren) als vielversprechend erweisen, werden einer neu entwickelten Screeningkaskade unterzogen. Sie dient dazu, den Nachweis der Wirksamkeit gegen resistente adulte Mücken zu erbringen. Ein interdisziplinäres Team wird die wirksamen Substanzen weiter chemisch optimieren und dann die vielversprechendsten Wirkstoff-Kandidaten für Feldversuche auswählen.
Über Bayer CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Die Bayer CropScience AG zählt als Teilkonzern der Bayer AG mit einem Umsatz von 6,4 Milliarden Euro im Jahr 2008 zu den weltweit führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft sowie Saatgut und Pflanzen-Biotechnologie. Mit einer herausragenden Produktpalette bietet das Unternehmen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft sowie in nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen. Bayer CropScience beschäftigt mehr als 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern vertreten.
Weitere Nachrichten zum Unternehmen unter: www.newsroom.bayercropscience.com
Über das IVCC
Das Innovative Vector Control Consortium (IVCC), das im November 2005 ursprünglich als Forschungskonsortium gegründet wurde, hat sich mittlerweile zu einer Produktentwicklungspartnerschaft (Product Development Partnership, PDP) weiterentwickelt. Es bekam 2008 den Status einer nicht-gewinnorientierten britischen Wohltätigkeitsorganisation. Das IVCC bringt Know-how und technische Ressourcen mit dem Ziel zusammen, die Innovationsbarrieren bei der Entwicklung von neuen Insektiziden und Informationssystemen zur Bekämpfung von Krankheitsüberträgern (Vektorkontrolle) im Gesundheitswesen zu überwinden. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.ivcc.com.
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayercropscience.com
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
14. Mai 2009
Wirksame Vektorkontrolle zur Bekämpfung der Malaria:
Bayer CropScience unterzeichnet Forschungsvereinbarung mit dem britischen IVCC
Monheim, 14. Mai 2009 – Bayer CropScience und das Innovative Vector Control Consortium (IVCC) in Liverpool, Großbritannien, haben eine Forschungsvereinbarung getroffen. Ziel dieses – zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren angelegten – Projekts ist es, neue Wirkstoffe zu finden. Diese sollen als sogenannte Public Health Products (PHPs) zum Schutz der öffentlichen Gesundheit gegen Mücken wirksam sein, die Krankheiten wie Malaria übertragen und gegenüber herkömmlichen Insektiziden resistent sind. Bayer CropScience verfügt über die Expertise, um zur Entwicklung solcher Wirkstoffe beizutragen: Das Unternehmen bringt sein umfangreiches Spektrum an Substanzen und Screening-Möglichkeiten und seine im Laufe von Jahrzehnten erworbenen Erfahrungen im Bereich der chemischen Synthese sowie der Insektizid-Forschung und -Entwicklung in die Kooperation ein.

Ausgabe 20 (2008)
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