Bayer-Forscher wollen Menschen für Malaria-übertragende Mücken unsichtbar machen

Riechstopp für Moskitos

Ton aus

Vom Duft zum Nervenimpuls: wie Mücken riechen

Statt einer Nase haben Insekten hochsensible Antennen.

Feine Riechhärchen – sogenannte Sensillen – fangen die vorbeiströmenden Geruchsmoleküle etwa aus Schweiß und Atemluft ein und wandeln sie in Nervensignale um:

Gelangt ein Duftmolekül durch eine der winzigen Poren wird es durch ein Eiweißmolekül (Binde-Protein) zum Rezeptor transportiert und dockt dort an. Danach wird ein Ionenkanal geöffnet, es kommt zum Nervenimpuls: Die Mücke riecht.

Blutsauger im Visier: Auf der Suche nach Eiweißquellen orientieren sich Stechmücken vor allem mit ihrem Geruchssinn. Wo es nach Atemluft und Schweiß riecht, kann menschliche Haut nicht mehr weit sein. Nur Moskito-Weibchen stechen zu: Sie benötigen das nahrhafte Blut für das Heranreifen der Mückeneier.
Blutsauger im Visier: Auf der Suche nach Eiweißquellen orientieren sich Stechmücken vor allem mit ihrem Geruchssinn. Wo es nach Atemluft und Schweiß riecht, kann menschliche Haut nicht mehr weit sein. Nur Moskito-Weibchen stechen zu: Sie benötigen das nahrhafte Blut für das Heranreifen der Mückeneier.
Malaria-Erreger können für den Menschen tödlich sein. Allein ein Stich reicht häufig aus – und eine infizierte Anopheles-Mücke hat die lebensbedrohlichen Parasiten auf ihr Opfer übertragen. Ihre nahrhafte Blutquelle Mensch finden die Moskitos, indem sie immer „der Nase nach“ fliegen – auf der Suche nach Kohlendioxid und Milchsäure. Beide Duftmoleküle werden von Menschen verströmt. Doch die umherschwirrenden Krankheitsüberträger haben kein Riechorgan wie der Mensch, sondern detektieren Duftstoffe mit hochsensiblen Antennen.

Gezielte Blockade der Geruchsrezeptoren
Seitdem die molekularen Grundlagen des Geruchssinns der Insekten erforscht ist, wollen Experten von Bayer CropScience sich dieses Wissen zunutze machen – und rücken den gefährlichen Blutsaugern mit einer völlig neuen Strategie zu Leibe: Die Wissenschaftler suchen nach Substanzen, die gezielt die Geruchsrezeptoren der Mücken blockieren und sie dadurch geruchsblind machen. So finden die Insekten weder ihre Opfer noch ihre Fortpflanzungspartner. Wie die Forscher die Ausbreitung des Tropfenfiebers mit ihrer Dufftaktik genau eindämmen wollen, erfahren Sie hier.
Letzte Änderung: 14. November 2012

http://www.research.bayer.de/de/Malaria.aspx

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Kein Stich für Mücken

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