Neuer Wirkstoff attackiert Krebszellen von mehreren Seiten
Tumor im Zangengriff
Krebsanalyse: Nicole Pauloski trägt eine aufbereitete Blutprobe eines Krebspatienten auf einen DNS-Chip auf.
Nach wie vor ist Krebs in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Um dieser heimtückischen Krankheit entgegen zu wirken, die fast alle Organe des Körpers befallen kann, bekämpfen moderne Krebsmittel äußerst präzise die Tumore. Wissenschaftler entwickeln Krebswirkstoffe, die gezielt an verschiedenen Stellen in die molekulare Steuerung der Krebszellen eingreifen. Um diese Strategie weiter zu verbessern, arbeiten Forscher bei Bayer an der Identifizierung so genannter Biomarker. Mit deren Hilfe lässt sich herausfinden, welche Patienten von welchen Wirkstoffen am meisten profitieren.
Doppelwirkung gegen Tumore
Der von Bayer und Onyx entwickelte Krebswirkstoff Sorafenib verhindert das Wachstum der Krebszellen durch Blockieren des Ras-Signalwegs sowie die Neubildung von Blutgefäßen am Tumorort – auch Angiogenese genannt. Die Krebszellen werden dann nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Sie können sich nicht weiter ausbreiten. Informieren Sie sich im folgenden Text, wie Biomarker dazu beitragen könnten, genau das richtige Medikament für den individuellen Tumor eines Patienten zu finden.

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Ausgabe 17 (2005)
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