Neue Kondensatoren aus Refraktärmetall für schnelle Laptops
Die Zähmung des Niobs
Reduktionsofen: Sascha Böhnke bereitet die Reduktion von Niobdioxid zu elementarem Niob vor, die dann bei rund 1.000 Grad Celsius abläuft.
Reduktionsofen: Sascha Böhnke bereitet die Reduktion von Niobdioxid zu elementarem Niob vor, die dann bei rund 1.000 Grad Celsius abläuft.
Niobmühle: Axel Krämer steuert die Brech-Mahl-Sieb-Stufe, in der das Nioboxid zerkleinert und gesiebt wird.
Niobmühle: Axel Krämer steuert die Brech-Mahl-Sieb-Stufe, in der das Nioboxid zerkleinert und gesiebt wird.
Für die Herstellung leistungsfähiger, aber dennoch günstiger Kondensatoren, wie sie zu Hunderten in Laptops, Mobiltelefonen und Spielekonsolen verbaut werden, haben Forscher der Bayer-Tochter H.C. Starck das Refraktärmetall (refraktär = widerspenstig) Niob bezwungen. Mit Trickreichtum und geballter Energie holen sie es in höchster Reinheit aus dem Erz.
Reines Refraktärmetall in Pulverform
Bislang stand der Karriere von Niob als Kondensator-Material die mangelnde Reinheit und eine ungeeignete Pulvermorphologie im Wege. Mit einem völlig neuen, technisch sehr anspruchsvollen, Know-how intensiven Verfahren werden bei H.C. Starck in Goslar sowohl Niob als auch Tantal mit hohem Reinheitsgrad gewonnen. In einer Pilotanlage in Goslar produziert das Unternehmen hochreines Niobpulver mit speziellen Morphologien – Monat für Monat im Tonnenmaßstab – und liefert es an Kondensator-Hersteller für ausgedehnte Feldversuche in der elektronischen Industrie. Erste Geräte wie Laptops, PDAs, Mobiltelefone und Spielekonsolen sind bereits mit den neuen Kondensatoren ausgestattet und eine Großanlage zur Herstellung ist in Planung. Informationen zum Verfahren sowie weitere Anwendungsfelder des gezähmten Refraktärmetalls können Sie im folgenden Artikel (PDF-Datei) nachlesen.
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