Meerestiere als Helfer der Medizin
Das verräterische Leuchten
Leuchtstoff: Dr. Stefan Golz demonstriert eine Lumineszenzreaktion – die Grundlage der Luziferase. |
Wirkstoffsuche: Zur Testvorbereitung verteilt eine Pipetiernadel Substanzen auf einer Microtiterplatte, die Treffer signalisiert dann der Leuchtstoff Luziferase. |
In den Tiefen der Weltmeere geht es bunt zu: Fische, Krebse und Quallen leuchten in verschiedensten Farben. Wozu die Natur die Leuchtstoffe erfunden hat, ist meist noch unklar. Aber für die Forscher von Bayer HealthCare sind sie wichtige Helfer: Sie setzen bei der Suche nach neuen Medikamenten auf ein Leuchtgen von Meereskrebsen. Und kooperieren dazu erfolgreich mit einem Wissenschaftler im tiefsten Sibirien.
Werkzeuge aus dem Weißen Meer
Der russische Biophysiker Professor Eurgene S. Vysotski fischte den leuchtenden Krebs aus den Tiefen des Weißen Meeres. Welche Funktion "sein" Leuchtgen, die Luziferase Lu164, in der Natur hat, ist noch nicht bekannt. In der Forschung fungiert es jetzt als Werkzeug bei der Wirkstoffsuche im High-Throughput-Screening von Bayer HealthCare. Luziferase Lu164 beginnt zu leuchten, wenn in Zellen eine ganz bestimmte chemische Reaktion abläuft – durch seinen Einsatz können die Forscher erfahren, was in der Zelle gerade geschieht. Im folgenden Artikel (PDF-Datei) erfahren Sie mehr über die deutsch-russische Zusammenarbeit und das High-Throughput-Screening-Verfahren.

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Ausgabe 16 (2004)
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