Biochips revolutionieren die Diagnosetechnik
Medizinlabor in der Brieftasche
Labor-Lasershow: Dr. Ingmar Dorn (l.) und Dr. Kerstin Bohmann überprüfen die Laseroptik für die Fluoreszenzmessung.
Das medizinische Labor der Zukunft hat keine Fenster oder Türen, und niemand geht ein oder aus. Das ist auch gar nicht möglich, denn es ist so klein, dass es in jede Hosentasche passen würde. Auf der Fläche einer Scheckkarte leistet es, wofür bisherige Labors mehrere hundert Quadratmeter beanspruchen. Forscher von Bayer Technology Services entwickeln solche Analyseanlagen im Miniformat für die Division Diagnostika von Bayer HealthCare.
Diagnose in Minutenschnelle
Die Biochips – auch als Lab-on-a-chip (Englisch: Labor auf einem Chip) bezeichnet, sind Werkzeuge, die eine neue, stärker individualisierte Therapie erlauben sollen und gelten als die viel versprechendsten Entwicklungen in der medizinischen Diagnostik. Schon bald könnten sie typische Untersuchungen von zentralen Großlabors direkt in die Arztpraxis verlagern und so helfen, für jeden einzelnen Patienten die optimale Medizin zu finden. Ein Tropfen Blut, Speichel oder ein paar Zellen von einem Abstrich der Wangenschleimhaut würden ausreichen – und der Hausarzt könnte innerhalb weniger Minuten Aussagen machen über Krankheitsursache, -stadium und optimale Behandlungsmöglichkeiten. Details über das Minilabor für die Hosentasche und die zugrunde liegende „Planare Wellenleitertechnologie“ lesen Sie im folgenden Artikel (PDF-Datei).

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Ausgabe 16 (2004)
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